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Gemeindeverwaltung
Gässlihaus
3856 Brienzwiler
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Pressebericht Gemeinderat 26. September 2011

Der Gemeinderat beschäftigt sich mit dem Gedanken, einen Zusammenschluss des Burgergutes mit dem Einwohnergut zu prüfen und aus der Gemischten Gemeinde eine Einwohnergemeinde zu schaffen. Gründe dieser Überlegung sind eine mögliche finanzielle Besserstellung und die optimale gemeindeinterne Nutzung von Synergien. Ein erstes Arbeitspapier zeigt dem Rat, dass die Idee durchaus prüfenswert ist und der ganzen Gemeinde etwelche Vorteile bringen könnte. Man ist sich aber einig, dass ein solcher Prozess reifen muss und die involvierten Gremien und vor allem die Bevölkerung von Anfang an in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werden müssen. Parallel zu einer ersten Diskussionsrunde in der Burgerkommission wird sich der Rat an der bevorstehenden Klausurtagung mit diesem Thema befassen und das weitere Vorgehen diskutieren.

Windmessung im Wilervorsass wird verlängert

Nach einer ersten Phase von sechs Monaten liess sich der Gemeinderat über die Ergebnisse der Windmessungen im Wilervorsass orientieren. Dabei zeigte es sich, dass das Windvorkommen zum allfälligen Betrieb einer Windturbine doch eher unter den Erwartungen geblieben ist. Um verlässlichere Zahlen zu erhalten und ein Windprofil über die Dauer eines Jahres erstellen zu können, werden die Messungen um weitere sechs Monate verlängert.

Turnhallendecke isolieren

Nach dem Einbau der Schallschutzfenster und der Dämmung der gesamten Gebäudehülle beim Schulhaus geht es nun noch darum, die Turnhallendecke zu isolieren. Die Arbeiten werden gemäss Ratsbeschluss durch die Arthur Ernst AG, Hofstetten, ausgeführt. Als abschliessende Bauetappe soll voraussichtlich im nächsten Jahr die alte Ölheizung des Schulhauses ersetzt werden. Nach einer Evaluation der verschiedenen Heizungsarten und Vergleichen der einzelnen Energieträger werden zurzeit die beiden Varianten Oel und Pellets einer intensiven Prüfung unterzogen.

Kehrichtgebühren sinken

Aufgrund der Tatsache, dass einerseits die Verbrennungspreise in den letzten Jahren stetig gesunken sind und anderseits in der Abfallrechnung der Gemeinde ein stolzes Eigenkapital angewachsen ist, hat sich der Gemeinderat auch auf Druck des Eidgenössischen Preis-überwachers dazu entschlossen, die Kehricht-Grundgebühren per 1. Januar 2012 um durchschnittlich vierzig Prozent zu senken. So werden Einzelpersonen ab 18 Jahren neu noch 30 Franken, Gewerbebetriebe je nach Betriebsgrösse zwischen 30 bis 60 Franken und Ferienliegenschaften 60 Franken zu bezahlen haben.

Unterstützung Beschneiungsprojekt Axalp

Wenn es nach dem Willen des Gemeinderates geht, wird das Beschneiungsprojekt "Axalp Nord" der Sportbahnen Axalp Windegg AG (SAW) mit einem einmaligen Gemeindebeitrag von 20'000 Franken unterstützt. Zudem sollen die 105 Aktien zum symbolischen Wert von 1 Fr. die SAW zurückgegeben werden. Über dieses Geschäft wird die Gemeindeversammlung zu befinden haben.

Zu Gesang und Skisport positiv eingestellt

Im Jahr 2015 findet in Meiringen das Schweizer Gesangfest statt. Hierzu ist kürzlich ein Trägerverein gegründet worden, welchem neben lokalen Chören, Chorvereinigungen, Tourismusorganisationen auch öffentlich-rechtliche Körperschaften angehören. Brienzwiler hat seine Mitgliedschaft zugesichert und wird sich mit einem einmaligen Beitrag von 2'000 Franken an diesem regional bedeutungsvollen Anlass beteiligen.

Auch für die Internationalen Lauberhornrennen besteht seit kurzem ein Trägerverein, welcher das Ziel verfolgt, diesen internationalen Skisportgrossanlass langfristig zu sichern und auch ausserhalb der Jungfrauregion breit abzustützen. Vorbehältlich der Statutenrevision an der kommenden Generalversammlung soll neu die Mitgliederkategorie "Passivmitglieder" geschaffen werden, welche ausschliesslich für nicht direkt anstossende Gemeinden aus der ganzen Schweiz gedacht ist. Der Gemeinderat ist von der überregionalen Wertschöpfung dieses weltweit bekannten Ski-Events überzeugt und hat beschlossen, dem Trägerverein als Passivmitglied beizutreten und einen jährlichen Mitgliederbeitrag in der Höhe von 1 Franken pro Einwohner zu entrichten.

Dampflokomotiv-Drehscheibe Meiringen der Ballenberg-Dampfbahn

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofs Meiringen musste die historische Drehscheibe im letzten Jahr von ihrem ursprünglichen Standort entfernt werden. Anhand einer breit abgestützten Sammelaktion sollen die nötigen Geldmittel bereitgestellt werden, damit diese auf dem Areal der Zentralbahn westlich des Bahnhofs wieder eingebaut werden kann. Der Gemeinderat unterstützt die Aktion mit einem Gemeindebeitrag von 1'500 Franken.

Claudia Brog neue Lernende bei der Gemeindeverwaltung

Die neue Lernende bei der Gemeindeverwaltung für die Kaufmännische Lehrstelle 2012-2015 heisst Claudia Brog und kommt aus Meiringen. Nach dem internen Auswahlverfahren hat sie sich gegen acht Mitkonkurrentinnen und -konkurrenten durchgesetzt und wird ihre Lehrstelle im August 2012 antreten.

Pressebericht Gemeinderat 20. Mai 2011

Erfreuliche Gemeindefinanzen
Einmal mehr schliesst die Verwaltungsrechnung der Gemeinde Brienzwiler mit erfreu-lichen Zahlen ab. Der Überschuss beziffert sich auf 210'000 Franken. Hauptgründe sind unerwartete, nicht budgetierbare Steuererträge. Zudem ist der Zuschuss von 60'000 Franken aus der Rechnung der Elektrizitätsversorgung eine willkommene Entlastung der Gemeindefinanzen.

Der Gemeinderat konnte sich von Finanzverwalter Hans von Bergen erneut einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren lassen. Die Verwaltungsrechnung 2010 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 2.7 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 210'000 Franken ab. Davon werden 206'400 Franken für zusätzliche Abschreibungen verwendet und dem Stimm-bürger wird auf die nächste Gemeindeversammlung ein Rechnungsergebnis mit einem ge-ringen Überschuss von 3'600 Franken zur Beschlussfassung vorgelegt. Der erfreuliche Rech-nungsabschluss ist in erster Linie mit Mehrerträgen bei den Steuern (Gewinnsteuern und Steuern aus Sonderveranlagungen) begründet. Auch der geringere Aufwand in verschiedenen Sparten hat zum positiven Ergebnis beigetragen. Schliesslich kann die Verwaltungsrechnung wie in den Vorjahren vom Zuschuss aus der Elektrorechnung in der Höhe von 60'000 Franken profitieren. Anderseits sind die Einnahmen aus dem Finanzausgleich zurückgegangen und im Strassenunterhalt mussten Mehraufwendungen von 40'000 Franken verbucht werden. Neben der Hauptrechnung schliessen auch die Rechnungen der Spezialfinanzierungen mit positiven Zahlen ab. Einzig die ARA-Rechnung ist wegen den relativ hohen Abschreibungen leicht defi-zitär. Die Abfallrechnung erlaubt es, die Kehrichtgrundgebühren im kommenden Jahr zu sen-ken. Vorgängig hat aber die Gemeindeversammlung am 20. Juni über eine Anpassung des Rahmentarifs im Abfallreglement zu befinden.

Neue Bauvorschriften für den Balmhof
Mit der Überbauungsordnung (UeO) Balmhof und der Änderung des Teilzonenplans sollen die Voraussetzungen für den Um- und Ausbau des Garagebetriebes Homberger und des Hotels Balmhof geschaffen werden. Die gültigen Bauvorschriften, in erster Linie die Baumasse, sind für grössere Bauvorhaben ungenügend und deshalb konnten sie ohne Beanspruchung von Ausnahmebewilligungen nicht umgesetzt werden. Dies soll nun mit dem Erlass von Sonder-bauvorschriften geändert werden. Das Einsprache- und Auflageverfahren ist unbenützt abge-laufen und so können die UeO und der Teilzonenplan Balmhof der kommenden Gemeinde-versammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Invasive Neophyten bekämpfen
Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch oder Goldruten sind wohl hübsch anzuschauen, sind aber zusammen mit dem Japanischen Staudenknöterich, dem Riesen-Bärenklau, der Ambrosie und dem Traubenkraut gebietsfremde Arten, welche die einheimische Pflanzenwelt mit ihrer starken Vermehrung langsam aber sicher verdrängt. Die Gemeinden sind angehalten, sich mit gezielten Aktionen gegen eine weitere Vermehrung dieser invasiven Neophyten einzusetzen. In Brienzwiler haben bereits Teileinsätze stattgefunden. Mit Axel Budde und Charles Leuthard hat der Gemeinderat nun zwei fachlich ausgewiesene Personen mit der Überwachung, Kon-trolle und Bekämpfung der Neophyten beauftragt.

Pressebericht Gemeinderat 21. März 2011

Fluglärminitiative ist ungültig

Die im letzten Jahr eingereichte "Gemeindeinitiative für bessere Lebensqualität" ist aufgrund der vorgenommen rechtlichen Prüfung durch den Gemeinderat als ungültig taxiert worden. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Initiative mehr als einen Gegen-stand aufweist und zudem die verschiedenen Forderungen bundesrechtliche und kantonale Anliegen sind und diese nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde fallen.

Im Juni 2010 ist bei der Gemeinde eine von 200 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnete "Gemeindeinitiative für bessere Lebensqualität" eingereicht worden. Mit der Initiative wird der Gemeinderat beauftragt, sich beim VBS weiterhin für eine Reduktion der Jetbewegungen auf dem Flugplatz Unterbach auf 2500 pro Jahr und eine flugfreie Zeit von 4 Monaten im Sommer zugunsten des Tourismus und der Bevölkerung einzusetzen. Zudem sei auf die vom VBS vorgeschlagenen Kompensationsgeschäfte, die teilweise noch mehr Lärm in die Region bringen, nicht einzutreten. Weiter wird dem Gemeinderat empfohlen, den Erhalt der regiona-len Arbeitsplätze anzustreben und sich für eine lineare Reduktion aller amtlichen Werte und Eigenmietwerte der Brienzwiler Liegenschaften einzusetzen. Anlässlich einer Aussprache mit dem Initiativkomitee vom vergangenen Herbst wurde die Problematik rund um die Fluglärm-immissionen des Militärflugplatzes Unterbach diskutiert und aufgrund der Aussagen von Bundesrat Ueli Maurer darauf hingewiesen, dass die Anzahl Flugbewegungen und die Flug-pausen eine bundesrechtliche Angelegenheit darstellen und nicht verhandelbar sind. Ähnlich verhält es sich bei den Amtlichen Werten und Eigenmietwerten, welche im Kantonalen Steuergesetz verankert sind und keine lineare Reduktion aufgrund von Lärmimmissionen möglich ist. Die rechtliche Abklärung beim Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern hat ergeben, dass das Initiativbegehren ungültig ist, weil es bundes- und kantonsrecht-liche Angelegenheiten beinhaltet, welche nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde fallen. Weiter kommt dazu, dass die Initiative mehr als einen Gegenstand aufweist und dies auf-grund des Gemeindegesetzes und des Gemeindeorganisationsreglement nicht zulässig ist. Obwohl die Initiative vom Gemeinderat nun als ungültig erklärt worden ist und keine Behand-lung durch die Gemeindeversammlung stattfindet, ist die Problematik der lärmgeplagten Bevölkerung nicht vom Tisch und der Rat ist bestrebt, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin für eine Verbesserung der Lebensqualität einzusetzen. Eine mögliche Massnahme könnten Schallschutzfenster für alle Wohnliegenschaften sein. Diese durch den Gemeinderat beim VBS deponierte Forderung kommt möglicherweise erst zum Tragen, sobald die Ergeb-nisse der neuen Fluglärmberechnungen vorliegen und das entsprechende Objektblatt zum Sachplan Militär angepasst ist. Die Daten sind der Gemeinde im Verlaufe dieses Jahres in Aussicht gestellt worden.

Bald keine Schuttdeponie mehr

Die gemeindeeigene Inertstoffdeponie "Banholz" steht kurz vor der Fertigstellung. Der Grossteil der Deponiefläche ist aufgefüllt und die Böschungen sind durch die Forstorgane bestockt worden. Im nördlichen Teil der Deponie soll gemäss Beschluss des Gemeinderates eine kleine Geländemulde freigelassen werden, welche für Kleinmengen von Aushubmaterial aus dem Dorf reserviert ist. Der Zugang zur Deponie wird demnächst abgesperrt und soll den unberechtigten Zutritt sicherstellen. Es ist das Bestreben des Gemeinderates, möglicherweise im "Balmi" in der Nähe des ehemaligen Steinbruchs eine neue Schuttdeponie zu betreiben. Da ein solches Unterfangen eine ganze Anzahl gesetzlicher Hürden zu überspringen hat, ist an eine kurzfristige Realisierung nicht zu denken.

Neues Baureglement in Kraft

Das Baureglement von 1992 ist nach der Teilrevision von 2007 im vergangen Jahr nochmals überarbeitet worden. Einerseits wurde der im ganzen Oberland viel diskutierte Erstwohnungs-anteil aufgehoben und gleichzeitig wurden die Bauvorschriften der verschiedenen Gewerbezo-nen neu definiert. Schliesslich mussten aufgrund der neuen Kantonsvorschriften auch die Bestimmungen der geschützten Naturobjekte umformuliert werden. Nach der Beschluss-fassung durch die Gemeindeversammlung und der nun erfolgten oberinstanzlichen Genehmi-gung ist das neue Reglement vom Gemeinderat in Kraft gesetzt worden.

Positive Kreditabrechnungen

Die neuen Strassenschilder und Hausnummern sind montiert und der Gemeinderat konnte mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen, dass der von der Gemeindeversammlung bewilligte Kredit von 35'000 Franken mit einer Kostenunterschreitung von 20 Prozent abschliesst. Ein noch erfreulicheres Resultat zeigt sich bei der zweiten Kraftwerkstufe, welche im Zusammenhang mit der ARA-Sanierung realisiert worden ist. Erfreulich sind nicht nur die Kosten, sondern auch die Werte, welche mit der bei der ARA eingebauten Peltonturbine und dem Überschusswasser der gemeindeeigenen Wasserversorgung erzielt werden können: Trotz dem niederschlags-armen ersten Betriebsjahr wurden mit der neuen Anlage 160'000 Kilowattstunden Strom erzeugt, was die ursprünglichen Berechnungen bei weitem übersteigt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 250'000 Franken, was einer Kreditunterschreitung von 50'000 Franken entspricht.

Pressebericht Gemeinderat 24. Januar 2011

Ressorts sind verteilt

Nach den Ergänzungswahlen durch die Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember hat der Gemeinderat in der neuen Zusammensetzung die Ratstätigkeit anfangs Januar aufgenommen und dabei in erster Linie personelle Entscheide gefällt. Den beiden neuen Ratsmitgliedern Andrea von Bergen und Samuel Hunziker sind folgende Aufgabenbereiche zuteilt worden: Andrea von Bergen übernimmt die Ressorts Kultur und Tourismus und ist zudem für die Altersfürsorge (Altersleitbild) verantwortlich. Weiter vertritt sie die Gemeinde Brienzwiler im Gemeindeverband Spital Weissenau Unterseen. Samuel Hunziker ist zuständig für die Bereiche Wasserversorgung und Elektrizitätsversorgung und nimmt als Gemeindevertreter Einsitz in der Schwellenkorporation. Die übrige Ressortverteilung präsentiert sich folgendermassen: Hans Schild, Gemeindepräsident: Präsidiales, Finanzen, Sozialwesen; Christian Schranz, Vizepräsident: Abfall- und Abwasserentsorgung, Forst; Daniela Fischer: Burgerverwaltung, Gesundheit (Spitex), Erwachsenenbildung (Volkshochschule); Peter Gmür: Schulwesen, Ortspolizei; Andres von Bergen: Bauwesen, Friedhof, Feuerwehr/Zivilschutz.

Der Wahl- und Abstimmungsausschuss für das Jahr 2011 ist in folgender Zusammensetzung bestimmt worden: Präsidium: Daniela Fischer / Andres von Bergen; Mitglieder: Ursula Aeschlimann, Silvia Leimgruber, Markus Thöni, Markus von Bergen 1979.

Weiter sind Hans Kohler in die Baukommission und Mariette Egger Gmür in die Kulturkommission gewählt worden.

Arbeitspensum Gemeindewerkmeister wird erhöht

Im Mai 2009 ist Martin Wyss als neuer Gemeindewerkmeister und ARA-Klärwärter mit einem Arbeitspensum von 80 Prozent angestellt worden. Da er aufgrund seiner beruflichen Qualifikation vielfach auch im Tiefbaubereich eingesetzt worden ist und die Aufgaben im öffentlichen Gemeinwesen stetig zunehmen, zeigte es sich, dass das vereinbarte Pensum nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund wird die Anstellung von Martin Wyss per 1. Februar 2011 auf 100 Prozent erhöht.

Pressebericht Gemeinderat 3. November 2010

Zwei Rücktritte im Gemeinderat

Im Brienzwiler Gemeinderat stehen nach den angekündigten Rücktritten von Beat Flühmann und Thomas Zemp Veränderungen an. Beat Flühmann, Burgervertreter und Ressortvorsteher Feuerwehr/Zivilschutz steht nach 8 Jahren als Gemeinderat, wovon während den letzten 4 Jahren gleichzeitig als Vize-Gemeindepräsident nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Zudem musste der Rat von der Demission des Elektro- und Kulturverantwortlichen Thomas Zemp nach lediglich vier Jahren Ratstätigkeit Kenntnis nehmen. Die Ersatzwahlen der beiden Gemeinderäte sowie des Vize-Gemeindepräsidenten finden an der Gemeinde-versammlung vom 10. Dezember statt.

Steuersenkung wird Tatsache

Nach durchwegs positiven Rechnungsabschlüssen in den vergangenen Jahren präsentiert der Gemeinderat dem Stimmbürger den Gemeindevoranschlag für das Jahr 2011 mit einer reduzierten Steueranlage von 1.84, was einer Reduktion um einen Steuerzehntel entspricht. Da die Kostendeckung im Abwasserbereich seit längerer Zeit nicht erreicht werden kann und die Reserven bald aufgebraucht sind, muss an der nächsten Gemeindeversammlung über eine ARA-Gebührenerhöhung in der Grössenordnung von 8 Prozent diskutiert werden. Die übrigen Gebührenansätze für Wasser und Strom sowie die Hundetaxen sollen dagegen unverändert bleiben. Das Gemeindebudget für das Jahr 2011 rechnet bei einem Gesamtaufwand von 2,8 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 35'000 Franken.

Mehr Geld für Wasserleitungssanierung

Die detaillierten Kostenberechnungen haben zu Tage gebracht, dass der an der letzten Gemeindeversammlung bewilligte Kredit von 220'000 Franken für die Ergänzung des Hydrantenleitungsnetzes und die Sanierung des Versorgungsgebietes im Bereich Hormatte-Bifing-Ausserfeld nicht ausreicht. Mehrkosten im Leitungsbau aufgrund der eingeholten Detailofferten sowie die aufgerechneten Projektkosten, Rodungs- und Wiederinstand-stellungsarbeiten bedingen ein Nachtragskreditbegehren an der Dezember-Gemeinde-versammlung von 95'000 Franken. An der gleichen Versammlung wird dem Stimmbürger das Schutzwaldprojekt Wilerhorn mit einem Kreditantrag von 80'000 Franken vorgestellt. Zwischen Hinteregg und Alpogli soll ein 2.5 ha grosses Waldstück durchforstet werden. Nach Abzug des Holzerlöses und der zugesicherten Subventionen wird der Gemeinde ein Nettoaufwand von rund 10'000 Franken verbleiben.

Mehr Strom erzeugen

Die zweite Stufe der Kleinwasserkraftwerkanlage bei der ARA Brienzwiler ist seit einem Jahr in Betrieb und zeigt erfreuliche Resultate. Trotz der niederschlagsarmen Witterung wird die Jahresproduktion mit voraussichtlich 140'000 kWh deutlich über den Erwartungen ausfallen. Damit in der Kraftwerkanlage Trigli ein optimaler Wirkungsgrad bei der Stromproduktion erreicht werden kann, soll neben der bestehenden 130 kW Pelton-Turbine eine zusätzliche kleinere Turbine mit einer Leistung von 72 kW eingebaut werden. Mit dieser Massnahme kann die Energieproduktion gemäss den getätigten Messungen und Berechnungen um weitere 40'000 kWh gesteigert werden. Brienzwiler wird mit der eigenen Wasserkraft in Zukunft somit rund 1 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen können, was rund 45 Prozent des gesamten Energiebedarfs ausmacht. Für den nötigen Ausbau der Kraftwerkanlage Trigli wird dem Gemeindebürger an der nächsten Versammlung ein Kreditbegehren in der Höhe von 160'000 Franken unterbreitet.

Pilgerherberge

Den Jakobspilgern steht auf ihrem Weg von oder nach Santiago de Compostela künftig in Brienzwiler eine Herberge offen. In der ehemaligen Eichenberger-Liegenschaft an der Dorfstrasse soll im kommenden Frühling die "Pilgerherberge Brienzwiler" eröffnet werden. Sie bietet maximal 10 Personen Unterkunft und eine einfache Verpflegung im Rahmen von "Bed & Breakfast" an. Brienzwiler ist nach St. Gallen, Rapperswil SG, Märstetten und Tobel TG, Heitenried FR und Gland VD die erste Pilgerherberge im Berner Oberland. Der Gemeinderat steht der Realisierung positiv gegenüber und hat der Nutzungsänderung zugestimmt.

Baubewilligungen

Im Rahmen der gemeindeeigenen Bewilligungskompetenz hat der Gemeinderat in den vergangenen Wochen folgende Baubewilligungen erteilt: Franz Beeler, Immensee, Wiederaufbau des durch Brandfall zerstörten Wohnhauses auf dem Schloss, Beat Strasser, Luzern, Um- und Ausbau des Wohnhauses beim Weiher, Thomas Zemp, Um- und Ausbau des Wohnhauses Schrotenhubel, Christian Abplanalp, Dachaufbau mit Terrasse beim Reitstall Bifing, André Berthod, Neubau Garage und Gartenhaus Hirscheren, Daniel Gattlen, Erhöhung der Naturseinstützmauer Rossi. Schliesslich hat der Rat der neuen Sportplatzbeleuchtung beim Beachvolleyballfeld auf dem Schulhausplatz zugestimmt und einen Kostenbeitrag bewilligt.

Pressebericht Gemeinderat 5. Mai 2010

Erfreuliche Gemeindefinanzen

Die Brienzwiler Gemeindefinanzen sind weiterhin im Lot und der Gemeinderat durfte sich von Finanzverwalter Hans von Bergen einen erfreulichen Jahresabschluss vorstellen lassen. Die Gemeinderechnung 2009 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 3,7 Mio. Franken mit einem brutto Ertragsüberschuss von 381'700 Franken ab. Nach Vornahme der Pflichtabschreibungen von 104'000 Franken können zusätzliche Abschreibungen von 265'000 Franken getätigt wer-den. Der Netto Einnahmenüberschuss wird mit rund 12'000 Franken ausgewiesen. Die Besser-stellung gegenüber dem Voranschlag von 20'000 Franken zeigt, dass die Vorgaben aus dem Budget strikte befolgt worden sind. Dieses erneut erfreuliche Jahresergebnis ist einerseits auf den geringeren Aufwand im Bildungs- und Fürsorgewesen zurückzuführen, anderseits konnten beim Steuerertrag und Finanzausgleich sowie aus dem Steinbruch Balmi unerwartete Mehrein-nahmen verbucht werden. Weitere positive Zahlen sind aus der Bilanz ersichtlich, wo der Grossteil der Investitionen aus dem Jahr 2009 von 1,4 Mio. Franken bereits zum grössten Teil abgeschrieben werden konnten und Brienzwiler schuldenfrei da steht. Auch ein Blick auf die Finanzkennziffern zeigt, dass die Gemeinde im Vergleich zum Kantonsdurchschnitt in allen Sparten bessere Werte ausweist und die positive Finanzlage damit bestätigt wird. Aufgrund dieser überaus erfreulichen Tatsache wird sich der Gemeinderat im Verlaufe des Jahres mit einer Senkung der Gemeindesteueranlage beschäftigen und der Gemeindeversammlung am Jahresende einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Die übrigen Abrechnungen der Spezialfinanzierungen Wasser, Kehricht, Elektroversorgung und auch die Burgerrechnung schliessen mit positiven Ergebnissen ab, einzig die Abwasserrechnung weist einen Ausgaben-überschuss von 15'000 Franken aus. Hauptgrund dieser roten Zahlen ist der gesteigerte Ener-gieverbrauch im Zusammenhang mit dem ARA-Umbau und Fremdkosten für die periodischen Wasseruntersuchungen aufgrund der kantonalen Vorschriften.

Projekt Strassennamen nimmt Gestalt an

Die Vorarbeiten des gemeinderätlichen Ausschusses sind soweit fortgeschritten, das der Be-völkerung der erste Planentwurf vorgestellt werden kann. Bekanntlich sollen gemäss Beschluss der letzten Gemeindeversammlung die Brienzwiler Strassen und Gassen mit offi-ziellen Namen und die Gebäude strassenweise mit fortlaufenden Nummern versehen werden. So wird es in Zukunft beispielsweise den Aegerenweg, die Aenderdorfgasse, den Hirscheren-weg, Hormattenweg, Hubelweg, die Museumsstrasse oder den unteren und oberen Rossiweg geben. Die heute bereits gängigen Bezeichnungen wie zum Beispiel Brünigstrasse, Dorf-strasse, Brunnenstrasse, Kreuzgasse, mittlere Gasse oder Hofstettenstrasse bleiben be-stehen. Der Orientierungsabend für die Dorfbevölkerung findet am 21. Mai im Schulhaus statt.

Wettbewerb "Brienzwiler spart Strom" ausgewertet

Der seit zwei Jahren laufende Stromsparwettbewerb ist abgeschlossen und ausgewertet. Von 26 Teilnehmern haben 11 Personen die Prämienberechtigung erreicht, das heisst sie haben ihren Stromverbrauch in den Jahren 2008 und 2009 im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um mindestens 10 Prozent gesenkt. Der Gemeinderat zeigt sich erfreut über das Ergeb-nis und den berechtigten Wettbewerbsteilnehmern kann eine Gesamtprämie von rund 2'000 Franken ausbezahlt werden. Auch die zweijährige Förderaktion der Elektrizitätsversorgung ist abgeschlossen. An insgesamt 50 Personen, welche ihre alten Kühl- oder Gefrierschränke, Tumbler oder Waschmaschinen bis Ende Jahr 2009 durch neue, energieeffiziente Geräte er-setzt haben, wurden Barbeträge von total 12'000 Franken ausgerichtet.

Schulhaussanierung ist im Gang

Nachdem während den Frühlingsferien die Schallschutzfenster auf der Nordseite eingebaut worden sind, wird die Schulhaussanierung in den bevorstehenden Sommerschulferien fortge-setzt. Es betrifft dies zur Hauptsache die Isolation der Fassaden, der Ersatz der Storen bei den Unterrichtsräumen und die Isolation und Neueindeckung des Schulhausdachs. Der Ge-meinderat hat die Aufträge an folgende Unternehmungen erteilt: Aussenisolation und Ver-putz: Urspeter Sigrist AG, Brienz; Dachumdeckung und Isolation: Arthur Ernst AG, Hofstetten; Verkleidung Wand Süd: Santschi + Schild Holzbau GmbH, Brienzwiler; Gerüstbau: Schmutz AG, Wilderswil; Spenglerarbeiten und Blitzschutz: Roland Schild Installationen, Brienzwiler; Storen: Stähli AG, Brienz.

Kein Erstwohnungsanteil mehr

Nach den bekannten Diskussionen im engeren Oberland rund um die Bauvorschriften des Erstwohnungsanteils hat sich der Gemeinderat entschieden, den so genannten EWAP aus dem Baureglement ersatzlos zu streichen. Begründet wird diese Massnahme damit, dass Brienzwiler über einen geringen Anteil an Zweitwohnungen verfügt und in der Kernzone, wo gemäss Baureglement ein EWAP von 40 Prozent hätte berücksichtigt werden müssen, keine freien Bauplätze für Ferienliegenschaften verfügbar sind. Das Vorprüfungs-, Mitwirkungs- und Auflageverfahren ist ohne Einwände vonstatten gegangen und so kann die Aufhebung der EWAP-Vorschriften der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet werden.

Wasserleitungsnetz sanieren

Wegen massiven Wasserverlusten muss das schadhafte alte Wasserversorgungsnetz im Gebiet Bifing-Ausserfeld dringend saniert werden. Gleichzeitig ist geplant, die Hydranten-leitung ab Hormatte bis zum Reitstall Bifing zu verlängern, um den Löschschutz zu verbes-sern. Auch beim Leitungsstrang zwischen Aegeren und Breitweg mussten in letzter Zeit immer wieder Schäden behoben werden, sodass sich ein Ersatz aufdrängt. Die beiden Kre-ditbegehren von 220'000 respektive 25'000 Franken werden der nächsten Gemeindever-sammlung zur Kreditbewilligung vorgelegt. An der besagten Versammlung vom 2. Juni wird zudem über den Zusammenschluss der Feuerwehren Brienzwiler und Brienz abgestimmt und über die Auflösung des Gemeindeverbandes Arbeitsgericht Interlaken-Oberhasli befunden.

Spendefreudiger Gemeinderat

Aufgrund der verschiedenen Beitragsgesuche bewilligte der Rat folgende Spenden und Spon-sorenbeiträge: Jubiläumsbeitrag 125 Jahre Zeichenschule Brienzwiler, Kostenbeitrag an Prospekt Brienzer Holzbildhauer, Buchpreis Lehrabschlussprüfungen Gärtnermeisterverein Berner Oberland und Oberwallis, Spende an Erdbebenopfer Haiti und Sponsorenbeiträge für den Concours Ballenberg und das Eidgenössische Jodlerfest Interlaken 2011.

Peter Guggisberg, Gemeindeschreiber